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Infos und Neuigkeiten

Schimmel in der Wohnung

Tipps zum richtigen Lüften

Da ständig gekippte Fenster kaum Frischluft herein, aber viel Heizwärme hinaus lassen, lieber kürzer, dafür aber öfter lüften. Mehrmals täglich das Fenster fünf Minuten lang weit öffnen oder per Durchzug die ganze Wohnung kurz querlüften – so hat der Schimmelpilz in den Feuchtgebieten Schlafzimmer und Bad keine Chance.

Jeder Wohnraum enthält Feuchtigkeit. Dies ist allerdings vollkommen unbedenklich, solange ein ausreichender Luftaustausch gegeben ist.
Vor allem bei moderen, luftdichten Fenstern wird ein regelmäßiges, gezieltes Lüften notwendig. Geschieht dies nicht, kann zuviel Feuchtigkeit in der Raumluft verbleiben. Dies schlägt sich als Kondenswasser nieder und schafft so ideale Voraussetzungen für das Entstehen von Schimmel und Bakterien. Weitere Folgen sind dann oft Stockfelcken, Korrision und ein muffiger Geruch.

Mit 7 einfache Regeln zum ausgewogenen Raumklima

  • Bewohnte Räume immer mehrmals täglich durchlüften
  • Bei kühler Witterung Fenster nicht ständig gekippt lassen
  • Besonders bei Küche und Bad immer auf gute Lüftung achten. Türen geschlossen halten, damit sich das feuchte Innenklima nicht in der gesamten Wohnung ausbreiten kann.
  • Von innen beschlagene Fenster sind ein Hinweis auf zu hohe Luftfeuchtigkeit: Sofort lüften!
  • Die Wohnung und insbesondere das Schlafzimmer, niemals auskühlen lassen! So halten Sie das Risiko der Kondenswasserbildung gering
  • Türen zwischen kalten und warmen Räumen geschlossen halten
  • Möbel nicht direkt an kalten Aussenwänden platzieren

Ursachen: Woher kommt die Feuchitkeit?

Vieles von dem was wir täglich tun verursacht Feuchtigkeit: ob kochen, putzen, waschen, atmen, duschen, schwitzen oder Blumen gießen.

Abhilfe: Korrektes Lüften spart Geld

Um das Raumklima in Ihrer Wohnung im Gleichgewicht zu halten und die Schimmelbildung auf ein Minimum zu reduzieren, muss die erzeugte Feuchtigkeit durch gegelmäßiges Lüften abgeleitet werden. Je nach Größe der Wohnungund Art der Lüftung, dauert ein vollständiger Luftwechsel bis zu einer Stunde. Vorsicht ist bei kühler Witterung geboten: Kippfenster nicht ständig offen lassen! Die Mauern um das Fenster und Möbel kühlen stark ab und erhöhen so die Heizkosten erheblich.

Auch im Winter: Immer wieder lüften und lüften

Dauerlüften ist eine Möglichkeit für den Sommer, während der kalten Jahreszeit aber, kann an kühlen Bauteilen Luftfeuchtigkeit kondensieren und zur Schimmelbildung führen. Stattdessen ist es besser für kräftigen Durchzug zu sorgen: ein Paar Minuten reichen aus. Die trockene Frischluft nimmt zuverlässig die Feuchtigkeit in Ihrer Wohnung auf. Wenn Sie sich den ganzen Tag in einem Raum aufhalten, sollten Sie dies 4 - 5 mal täglich wiederholen. Ein positiver Nebeneffekt: Sie werden nicht so müde.

Feuchtigkeit beseitigen Sie am besten, indem Sie die Räume mit vollständig geöffneten Fenster lüften, auch im Winter. Aber keine Angst vor Auskühlung. Die Frischluft, im Gegensatz zu kalten Wänden und Möbeln, erwärmt sich sehr schnell. Nach einigen Stunden allerdings kann sie kaum noch Wasserdampf aufnehmen und es muss erneut gelüftet werden.

Keine Chance für Schimmelpilze

Hinter Schrankwänden und uneinsehbaren Ecken können sich leicht Schimmelpilze unbemerkt vermehren. Besonders hoch ist das Risiko bei Aussenwänden. Besser Sie stellen daher großfläche Möbel an eine andere Wand. Wichtig ist zudem, dass die Wohnung, inklusive Schalfzimmer, nie auskühlt. Mit einem Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser) kann man zu Sicherheit überprüfen, dass die relative Luftfeuchtigkeit nicht über 65% steigt.

Vorsicht im Keller

So paradox es auch klingen mag: Feuchtigkeit verschwindet am schnellsten, an trockenen, kalten Wintertagen. Im Sommer dagegen, sollten kühle Kellerräume möglichst wenig gelüftet werden. Schwül-warme Sommerluft enthält viel Feuchtigkeit und diese kann an kalten Oberflächen kondensieren. So ist es nur an kühleren Tagen, wenn die relative Lufteuchtigkeit geringer ist, sinnvoll den Keller zu lüften.

Ein Tipp der Hausverwaltung

Die Diskussion zum Thema "Schimmel in der Wohnung" wird sehr emotional geführt – verständlich – welche Hausfrau läst schon gerne den Vorwurf auf sich sitzen, z.B. nicht "richtig" gelüftet zu haben?
In jedem Fall ist das Raumklima und zusätzlich sehr häufig das "falsche" Lüften für Schimmelpilz mitverantwortlich. Wie dem jedoch sei, mindestens drei Dinge soltte man bedenken…

    1. Lüften und im jeweiligen Fall "richtig" Lüften können zwei völlig unterschiedliche Dinge sein.
    2. Bei einem alten Haus, einer alten Wohnung tritt plötzlich Schimmel auf:
    • meist ist dann die Ursache kein Baumangel
    • nach einer Modernisierung allerdings könnte ein geändertes Wohnverhalten erforderlich werden
    3. Es müssen die Ursachen – nicht die Symtome – beseitigt werden

  • Sehr hilfreich sind sachliche Informationen z.B. Broschüren des Umweltbundesamtes auch im Internet: