zurück zur Übersicht

Infos und Neuigkeiten

Unsere Tipps für eine gute Nachbarschaft

Über die rechtlichen Vorschriften hinaus, wird das Leben in einem Mehr­familien­haus sehr von dem Verhalten jedes einzelnen Mit­bewohners geprägt.

Mit den richtigen Umgangs­formen ist auch in einem Mehr­familien­haus ist ein angehnehmes Wohnklima möglich.

Der Knigge in Sachen gute Nach­barschaft macht's möglich:

  • 1. Einzug: Vorstellung bei den unmittelbaren Nachbarnmehr…

    Machen Sie den ersten Schritt. Gehen Sie auf Ihre Mitbewohner zu, um sich kurz vorzustellen und sich für eventuelle Störungen zu entschuldigen. So bricht man am besten das Eis und die Nachbarn nehmen es einem nicht Übel wenn man den ein oder andere Nagel in die Wand schlagen muss.

    Wenn Sie eine Einweihungsparty geplant haben, können Sie diese Gelegenheit auch nutzten, Ihre Nachbarn vorzuwarnen.

    Mit der Einladung zum Einzugsfest sollte man aber warten, bis man sich besser kennengelernt hat, denn man gibt bei einer Feier doch sehr viel persönliches preis, wie z. B. Familie und den Freundeskreis.

  • 2. Begrüßung: Die zufälligen Treffen – wer grüßt wen und wannmehr…

    Bei den täglichen Begegnugen mit Mitbewohnern gilt die einfache Regel: Die Person, die die andere zuerst sieht, grüßt auch zuerst. Ganz nach dem Motto "Wer zuerst kommt, grüßt zuerst". Das Wichtigste ist allerdings, gehen Sie nicht grußlos an einem Nachbarn bzw. Mitbewohner vorbei (egal, wer zuerst grüßen sollte).

  • 3. Plauderei: Ein bisschen Small Talk muss seinmehr…

    Unverfängliche Themen, wie das Wetter oder die Pflanzen im Garten, bieten eine gute Möglichkeit eine freundliche Atmosphere zu schaffen. Wenn man aber nah beieinander wohnt, ist es oft ratsam etwas mehr Distanz zu wahren.

    Möchte man den Nachbarn dann doch etwas näher kennen lernen, so bietet sich mit einer Frage wie z.B. über die besonders schöne Pflanze in Nachbars Garten ein guter Einstieg. Nun kann der Gesprächspartner mitbestimmen, wie ausführlich er werden möchte und wie viel Nähe ihm recht ist.

    Die allerwichtigster Regel aber ist: Gerüchte über Nachbarn sind tabu!

  • 4. Privatsphäre: Sehr persönliche Grenzen setzenmehr…

    Sollten die Fragen des Nachbarn beim Treppenhausplausch zu aufdringlich werden, so darf man dem indiskreten Bohren einen Riegel vorschieben. Einfach dem Gegenüber bestimmt mitteilen, dass man darüber nicht sprechen möchte.

    Auch im Garten oder auf dem Balkon möchte man sich hin und wieder ganz in Ruhe seiner Lektüre widmen. Wenn dann der Nachbar wieder sehr redselig ist und kein Ende findet, darf man sich nach einem kurzen Wortwechsel, auch ohne Entschuldigung, verabschieden, um sich seinem geplantem Vorhaben zu zuwenden.

    Die Anbringung eines Sichtschutzes kann hier hilfreich sein, um allzu neugierige Blicke abzuwehren. Nur sollte man dem Nachbarn vorher mitteilen, dass man seinen Balkon noch etwas begrünen oder einen Windschutz anbringen möchte.

  • 5. Kleiderordnung: Richtig angezogen im Gemeinschaftsbereichmehr…

    Auch wenn man nur schnell die Zeitung holen wollte, um dann gemütlich zu frühstücken, in Deutschland sollte man sich nicht im Bademantel in das Treppenhaus begeben.

    Wer seine Privatsphäre schützen möchte, unterstützt dies auch durch die korrekte Kleidung. So sollte man auch in aller Früh nur im Haus- oder Trainingsanzug vor die Wohnungstür. Auf dem Balkon oder im Garten gilt das gleiche: Nicht zu freizügig zeigen, besonders wenn Nachbarn Einblick auf diese Bereiche haben.

  • 6. Parken: Nicht vor Nachbar's Einfahrtmehr…

    Gleich beim ersten Mal reagieren ist die beste Lösung, wenn ein Mitbewohner falsch parkt. Aber nicht mit einem Zettel an der Windschutzscheibe, sondern lieber das Gespräch suchen. So weiß der Falschparker, dass er andere blockiert und beim Betroffen kann sich kein Unmut breit machen.

    Passiert es trotzdem wieder, müssen Sie Ihren Forderungen mehr Nachdruck verleihen. Bei dem Wort Abschleppdienst und den damit verbundenen Kosten, horchen die meisten dann doch auf.

  • 7. Lärm: Wann sollte man eingreifenmehr…

    Wenn der Musik-Fan mal wieder das komplette Haus beschallt oder Nachbars Kinder in der Wohnung Basektball spielen, in den meisten Fällen passiert das nicht aus Bosheit, sondern aus Unwissen über die Geräuschübertragung. Deshalb sollte man das Problem bestimmt aber freundlich und sachlich ansprechen und um Rücksichtnahme bitten.

    Hundebesitzer dagegen, sollten von vornherein bei den Nachbarn um Nachsicht bitten wenn deren treue Freunde häufiger bellen. Über das Gekläffe wird dann leichter hinweg gesehen, wenn der Wille und das Bemühen da sind, für Ruhe zu sorgen.

    Bei anstehenden Umbauarbeiten tut man gut daran, die nächsten Nachbarn vorzuwarnen. Die können so Vorkehrungen treffen und eventuell der Störung sogar ganz ausweichen.

  • 8. Feiern: Rücksicht nehmen auf anderemehr…

    Feiern gehören zum Leben. Sollte es bei Ihren Nachbarn daher nur ein einziges mal etwas lauter werden, seien Sie großzügig und nehmen Sie es gelassen. Nur wenn die Party gar kein Ende nehmen möchte, kann man noch in der Nacht oder am Morgen um mehr Rücksicht bitten.

    Wenn der Gastgeber dann noch einige Punkte beachtet, kann man Ärger und Streit vermeiden:

      • bitten Sie in der Nachbarschaft vorher um Verständnis, für den Fall dass es etwas lauter werden könnte. So haben die Nachbarn auch die Möglichkeit auszuweichen
      • Hintergrundmusik dezent halten, sonst steigert sich der Lärmpegel unnötig, da jeder lauter spricht, um verstanden zu werden
      • Verabschieden Sie Ihre Gäste noch bei geschlossener Wohnungtür
      • Bitten Sie Ihre Gäste beim Wegfahren nicht zu hupen
  • 9. Leihartikel : Wiedersehen macht Freudemehr…

    Nachbarschaftshilfe ist eigentlich selbstverständlich. Jeder ist bereit mit einem "Pfund Mehl" schnell auszuhelfen. Auch Haushalts- oder Heimwerkergeräte werden bei Bedarf ausgeliehen. Doch sollten diese Dinge schnellstmöglich und in dem Zustand, in dem man sie erhalten hat, zurückgegeben werden.

    Kommen die Dinge aber doch beschädigt zurück und wird vom Verursacher kein Ersatz angeboten, so sollte man das sofort ansprechen und um Verständnis bitten, dass man deshalb nichts mehr ausleihen kann.

    So muss man sich beim nächsten Hilferuf nicht rechtfertigen und kein Ärger staut sich auf.

  • 10. Konflikte: Lösung in Sichtmehr…

    Man muss sich als Nachbarn nicht unbedingt nahe stehen und eine enge Freundschaft pflegen, man bildet fast auto­matisch eine Interes­sen­gemein­schaft. So kann es durch die räum­liche Nähe pas­sieren, dass ein Ereignis, ob nun die wuchernde Hecke oder der kläf­fende Hund, die Ge­füh­le des an­deren erstar­ren lassen. Man sollte aber im­mer darauf achten, dass das eigene Ver­hal­ten nicht zu Lasten des anderen geht.

    In manchen Fällen herrscht plötzlich Funkstille. In dieser Situation sollte man sich auch zurückziehen und die Sache ruhen lassen. Aber die Nachbarn nicht einfach ignorieren, sondern die guten Verhaltenformen wahren. Besonders bei großen Unstimmigikeiten, ist es manchmal nicht immer leicht, Ruhe zu bewahren und den Konflikt auf Eis zu legen, aber wenn die Gemüter zu erhitzt sind, erreicht man eher das Gegenteil – der Streit eskaliert.

    Für den Fall, dass der Nachbar über­haupt kein Ein­sehen hat und weiter un­ver­blümt lärmt, fällt es auch einem selbst immer schwerer, objek­tiv und fair zu blei­ben, so ist am En­de das Beste einen Ver­mit­tler, z.B. die Haus­verwal­tung, den Ver­mieter oder einen Rechts­­anwalt einzuschalten.